Portugals Feiertage & Ferien im Überblick

Portugals Feiertage und Ferien sind fest im kulturellen Rhythmus des Landes verankert. Sie spiegeln Geschichte, Glaube, Traditionen und Lebensfreude wider. Viele Feiertage haben religiöse Wurzeln, einige erinnern an politische Wendepunkte und andere feiern regionale Bräuche. Für Reisende sind sie eine gute Orientierung, um lebendige Feste mitzuerleben und gleichzeitig Ferienzeiten zu beachten, in denen Strände, Sehenswürdigkeiten und Städte stärker besucht sind. Ein Blick auf gesetzliche Feiertage, bewegliche Festtage, Schulferien und regionale Festwochen zeigt, wann Portugal besonders aktiv und feierlich ist.


Nationale gesetzliche Feiertage in Portugal

Portugal kennt 13 offizielle Feiertage, die landesweit gelten. Dazu gehören traditionsreiche christliche Feste wie Neujahr (1. Januar), Karfreitag, Ostersonntag, Mariä Himmelfahrt (15. August) und Weihnachten (25. Dezember). Von großer historischer Bedeutung sind der 25. April – der Tag der Nelkenrevolution – und der 10. Juni, Portugals Nationalfeiertag. Dieser ist Joaquim de Vasconcelos sowie der portugiesischen Kultur und Geschichte gewidmet. Der Tag des Arbeiters am 1. Mai hat gesellschaftliche Relevanz und ist in Portugal wie in vielen anderen Ländern arbeitsfrei. Ein weiterer wichtiger Termin ist der 5. Oktober, an dem die Ausrufung der Republik gefeiert wird. Der 1. Dezember erinnert an die Wiederherstellung der Unabhängigkeit von Spanien im Jahr 1640. Diese Daten sind feste Bestandteile des portugiesischen Kalenders und bieten Besuchern viele Möglichkeiten, das Land in festlicher Stimmung zu erleben.

Der 8. Dezember (Maria Empfängnis) zählt ebenfalls zu den zentralen Feiertagen. Kirchen, Plätze und Städte sind an diesem Tag oft festlich geschmückt. Diese religiöse Prägung zeigt sich auch im Alltag: Prozessionen, Pilgerwege und Kirchfeste ziehen Menschen zusammen und schaffen Momente gemeinsamer Traditionen.


Bewegliche Feiertage und regionale Höhepunkte

Nicht jeder Feiertag fällt jedes Jahr auf dasselbe Datum. Ostern und Fronleichnam variieren beispielsweise, was Reiserouten beeinflussen kann. Viele Orte veranstalten während dieser beweglichen Festtage große Umzüge und Märkte. Besonders intensiv erlebt man religiöse Traditionen in Braga, Guimarães und auf den Azoren, wo jahrhundertealte Feierformen erhalten geblieben sind.

Regionale Feiertage machen das Bild komplett. Lissabon feiert am 13. Juni Santo António. Es ist einer der lebendigsten städtischen Feiertage des Landes. Straßen duften nach Sardinen, Musik liegt in der Luft und Tanzgruppen ziehen durch die Altstadtviertel. Porto ehrt São João am 24. Juni mit Feuerwerk am Douro, beleuchteten Uferpromenaden und Festtafeln. Madeira besitzt mit dem Festa da Flor ein farbenprächtiges Frühlingsfest, während die Algarve im Sommer mit Sardinenfesten, Handwerksmärkten und Konzerten lockt.

Eine besondere Rolle spielt der Karneval. Ob in Loulé, Torres Vedras oder Ovar – der Karneval ist bunt, laut, humorvoll und Ausdruck der portugiesischen Lebensfreude. Umzüge, Maskenkünstler und Samba-Rhythmen verwandeln Städte in große Bühnen. Urlauber erleben zu dieser Zeit portugiesisches Temperament unverfälscht.


Schulferien und Urlaubszeiten

Neben Feiertagen sind Ferien ein wichtiger Orientierungspunkt für Reisen. Die Sommerferien der Schulen starten meist Mitte Juni und reichen bis Mitte September. Diese Phase gilt als Hauptreisezeit. Strände sind belebt, Unterkünfte früh ausgebucht und Preise steigen saisonbedingt an. Wer Natur, Ruhe und mildes Klima bevorzugt, findet in Mai, Oktober und Frühling harmonische Bedingungen für Wanderurlaub, historische Entdeckungen oder kulinarische Reisen.

Weihnachts- und Neujahrsferien sind besonders atmosphärisch. Städte leuchten, Märkte öffnen und traditionelle Gerichte wie Bacalhau am Heiligabend gehören zur festlichen Kultur. Auch die Zeit um Ostern ist touristisch attraktiv. Viele Portugiesen nutzen die Feiertage für Wochenendausflüge zu Küsten, Bergen oder Verwandten.


Bedeutung für Reisende und Planung

Wer Portugal besucht, profitiert davon, Feiertage im Voraus zu kennen. Museen und Geschäfte können an nationalen Feiertagen geschlossen sein, gleichzeitig entfalten Straßenfeste und Märkte ihren Charme. Beliebte Reiseziele wie Lissabon, Porto, Algarve oder Madeira bieten in Festzeiten ein authentisches Bild portugiesischen Alltags: familiär, traditionell und gastfreundlich. Reiseplanung gelingt besonders gut, wenn man Termine wie Karneval, São João, Santo António oder den 25. April berücksichtigt.

Reisende, die Land und Kultur intensiv erleben möchten, wählen Zeiträume mit regionalen Feierlichkeiten. Wer hingegen entspannte Strandtage bevorzugt, meidet Hochsaison und Nationalferientage. Portugal bietet jedes Jahr ein stabiles Feiertagsmuster. Mit guter Vorbereitung lassen sich Festtage erleben oder bewusst umgehen.


Kalenderüberblick der wichtigsten Feiertage

  • 1. Januar – Neujahr
  • Karfreitag & Ostersonntag – beweglich
  • 25. April – Nelkenrevolution
  • 1. Mai – Tag der Arbeit
  • 10. Juni – Dia de Portugal
  • 15. August – Maria Himmelfahrt
  • 5. Oktober – Ausrufung der Republik
  • 1. November – Allerheiligen
  • 1. Dezember – Wiederherstellung der Unabhängigkeit
  • 8. Dezember – Maria Empfängnis
  • 25. Dezember – Weihnachten

Dazu regionale Höhepunkte wie São João in Porto, Santo António in Lissabon oder Blütenfeste auf Madeira. In Verbindung mit Ferienzeiten ergibt sich ein lebendiges Jahresbild.


Weiterführende Links:

Planst du deine Reise nach Portugal? Nutze diesen Überblick und entdecke das Land zu Zeiten, in denen Geschichte, Kultur und Feierlaune lebendig werden.